verkehr stadt raum 
klühspies
           
Themen
Mobilität, Emotionen, Verkehrsmittelwahl

Interventionsstrategien für Öffentliche Verkehrssysteme

Die Verkehrsmittelwahl der Bürger ist stark von der Frage bestimmt, wie sich diese Wahl auf die mobilitätsrelevanten Emotionen der Nutzer auswirkt.

Ein großer Unterschied zwischen der Automobilindustrie und öffentlichen Verkehrsunternehmen bei der Kundenansprache besteht darin, dass

  • Kfz-Hersteller ihr hochdifferenziertes Wissen zu Relevanz und Wirkung von Emotionen erfolgsorientiert einsetzen ("instrumentalisieren") und damit zunehmend attraktive Fahrzeuge schaffen.

  • Betreiber öffentlicher Verkehrsdienstleistungen ihre Kunden dagegen immer noch als "rational handelnde Menschen" (homo oeconomicus) sehen wollen, welche die Verkehrsmittelwahl stets nach sachlichen, kaum je nach emotionalen (psychosozialen) Kriterien treffen würden.

Menschen suchen aber  "Komfortzustände", die sie auch bei der Mobilitätsausübung mit positiven Gefühlen begleiten. Dieses verkehrspsychologische Wissen und die damit verbundenen Kundnepotentiale werden bisher von Öffentlichen Verkehrsdienstleistern völlig unterschätzt: Es gilt bereits als progressiv, sich auf ein Streben nach dem sog. "Schweizer Modell" zu berufen - welches bei der Nutzung mobilitätsrelevanter Potentiale der Verkehrspsychologie - trotz aller unbestreitbaren Erfolge - doch noch immer recht am Anfang steht.

Die folgenden Themen können vielleicht einen ersten Eindruck von Relevanz und Potentialen psychosozialer Faktoren geben. Diese Aspekte müssen für eine Erzielung ökonomischer Erfolge im Öffentlichen Verkehr im Rahmen von strukturierten "Interventionsstrategien" genutzt werden.

Signifikante Erfolge für den ÖPNV sind machbar - wenn man die Methoden kennt (oder sich als Unternehmen dazu kompetent beraten lässt).

004697.jpg
© copyright since 1998 Johannes Klühspies jok@kluehspies.de