Separate Verkehrswege



Abstract

Vor- und Nachteile des Konzeptes im Überblick

Für „Trennung der Verkehrswege“ kann gelten:

Vorteile:

  • Der ÖPNV kann unter bestimmten Voraussetzungen von einer räumlichen Separierung stark profitieren.

Nachteile:

  • Die scheinbare Begünstigung des MIV (Motorisierter Individualverkehr) führt mittelfristig zur Verschlechterung der gesamten Kfz-Verkehrssituation.
  • Die MIV-Abtrennung führt zu explodierenden Kosten für Infrastruktur und Unterhalt aller Verkehrsträger.
  • Die Verdrängung des Fußgängers in Unterführungen stellt die Sache "Kfz" moralisch über das Lebewesen "Mensch". Dies widerspricht einer (sogen.) sustainable development-Orientierung.
  • Die MIV-Abtrennung führt zu Barrieren insbesondere für die ursprünglichsten Fortbewegungsformen: Gehen und Fahrradfahren.
  • Tunnels und Unterführungen sind teuer in der Erstellung, teuer im Unterhalt, unerfreulich und langweilig für die Nutzer.

verkehrsplanerische Qualität:

  • ungeeignet für das Kfz;
  • geeignet für das Fahrrad;
  • gut geeignet für den Öffentlichen Verkehr.

psychosoziales Regulationspotential ("Pep!"):

  • schwach für Kfz-Fahrer;
  • mittel für Radfahrer bei eigenen Radwegen;
  •  stark für ÖPNV-Nutzer bei separaten ÖV-Trassen


Fazit aus einer Sicht der Geographischen Verkehrs- und Stadtforschung:

Die Separierung von Verkehrswegen ist differenziert zu bewerten: Im Falle des Kfz erscheint eine forcierte Verkehrswegeabtrennung schädlich und ungeeignet.

Im Falle des ÖPNV sind die Vorteile gut ausgeprägt, auch scheint für ÖPNV-Nutzer ein attraktiver Pep! gegeben.

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Autobahnbrücke BRD
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Dresden
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Trasse Transrapid Shanghai
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Metro Paris
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Autobahn BRD