Tempo 30 für Kfz in der Stadt



Abstract

Vor- und Nachteile des Konzeptes im Überblick:

Für „Tempo 30 für Kfz in der Stadt“ ist charakteristisch:

Vorteile:

  • es reduziert die Unfallzahlen und die Gefährdung von Fußgängern und Radlern;
  • es erhöht die gesamte Leistungsfähigkeit des Verkehrs bei gleicher Verkehrsmenge;
  • es erlaubt Kosteneinsparung bei der Verkehrsinfrastruktur und ihrem Unterhalt;
  • es reduziert das Ausleben von Aggressionen mittels Kfz;
  • es fordert die Optimierung der Technik hin zum verbrauchsarmen Kfz;
  • es kommt besonders den Schwachen im Stadtverkehr entgegen: den Kindern, Alten, Radfahrern und Fußgängern;
  • es ist sozial fair: Keine Ausnahmen, keine Sonderfälle;
  • es ist gut integrierbar in weitere Konzepte zur Neugestaltung des urbaner Mobilität;
  • es ist einfach und billig;
  • das ist konzept leicht verständlich.

Nachteile:

  • wegen veralteter Kfz-Technologie kommt es mittelfristig zu einem Anstieg der Feinstaub- und Abgasemissionen.
  • politisch brisant
  • oft als Thema „verbrannt“

verkehrsplanerische Qualität:

  • theoretisch gut geeignet

psychosoziales Regulationspotential ("Pep!"):

  • schwach für Kfz-Nutzer
  • stark für Radfahrer (und Fußgänger)
  • mittel für ÖPNV-Nutzer


Fazit aus einer Sicht der Geographischen Verkehrs- und Stadtforschung:

Tempo 30 erscheint theoretisch gut für eine Optimierung der Mobilität in Städten geeignet, da der Pep! ist jedoch schwach ist, sind die Realisierungschancen mangels Bürgerakzeptanz derzeit gering.

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