Ausgangslage

In den vergangenen Jahren haben sich viele Unternehmen und Kommunen unter dem Druck der EU-Liberalisierung restrukturiert, oft unter Hinzuziehung renommierter externer Berater. Dieser Weg der internen Effizienzsteigerung ist inzwischen meist weitgehend abgeschlossen.

Weitere Erfolge können durch Konzentration auf interne "Turn-around"-Prozesse kaum noch erreicht werden: Die Kosten weiterer interner Umstrukturierung übersteigen absehbar den erwartbaren Nutzen. Selbstbezogene "Restrukturierungs- Nabelschau" kann auf Dauer nicht überzeugen. Erfolgserzeugende Impulse können nur inhaltliche Fortschritte bei der strategischen Ausrichtung (Unternehmensziele) erzeugen. Zur Definition und Prioritätensetzung bei solch strategischer Zielbestimmung eignen sich bestimmte Handlungskonzepte, die in der Fachsprache "Interventionsprogramme" genannt werden.


Für den speziellen Fall von Verkehrsunternehmen gilt:
Die planvolle Nutzung interdisziplinärer Erkenntnisse der Mobilitätspsychologie, der Verkehrssystemtechnik sowie der Verkehrs- und Stadt-Geographie kann im Rahmen von Interventionsprogrammen wichtige Anschub-Impulse geben.



Interventionsprogramme

und für wen sie nicht geeignet sind.

Manager und Entscheider, denen die Erschließung interdisziplinärer Handlungskonzepte als "weiche Brühe ohne Substanz" gilt, sollten mit Interventionsprogrammen nicht beginnen. Denn wahrscheinlich gilt dann ohnehin, dass die Schmerzgrenze der (Un-)Wirtschaftlichkeit noch nicht erreicht ist - oder nicht erkannt ist. Diese Statuserkennung muss den Managern schon selbst überlassen bleiben.
Die Prognose sei jedoch gewagt: Unternehmen ohne Interventionsstrategien werden im europäischen Markt nicht zu den Gewinnern zählen - auch nicht im Vergleich mit manch anderen Konkurrenten.

Interventionsprogramme bieten konkrete Erfolgswege für Unternehmen und Kommungen. Eine Begleitung der Interventionsprogramme durch Qualitätssicherungsmaßnahmen (einschließlich "Schnittstellendefinition") kann von Vorteil sein.

Interventionsprogramme sollte man beginnen, sobald man ernstlich um Verbesserung bemüht ist und Veränderungsdruck im Unternehmensmanagement wirklich erkannt ist - vorher nicht. Parallel zu umfangreichen internen Restrukturierungen sollten Interventionsprogramme ebenfalls nicht begonnen werden: Seriöse Consultants werden davon in der Regel abraten.



weiterführende Information:
Interventionsprogramme - Prinzipien und Grundlagen des Erfolgs
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Interventionsprogramme: Bewährtes erhalten, Notwendiges ändern, Sinnvolles fördern.