Interventionsprogramme - Prinzipien und Grundlagen des Erfolgs
(ausgewählte Aspekte)

Erfolgsprinzipien

Rational überzeugende Verkehrskonzepte werden meist erst durch eine psychologisch sinnvolle Einbindung wirklich attraktiv. Für die effektive Realisierung von Verkehrskonzepten (wie z.B. ÖV-Priorisierung) sind daher - parallel zu Investitionen in die ÖPNV-Infrastruktur - folgende weitere Maßnahmen einzuleiten:

  • Angebot attraktiver Pep! (siehe diese Seiten a.a.O.) 

  • Einsatz psychologisch gestalteter Überzeugungsstrategien

  • Anwendung moderner Motivierungskonzepte

  • systematische Auflösung von Handlungsblockaden durch psychologisch qualifizierte Strategien

  • Eingrenzung und Kontaktieren relevanter Zielgruppen

  • schrittweise Präsentation moderner Ideologien und neuer Werte im Rahmen ganzheitlicher Konzepte.

Interventionsprogramme sind ausschließlich bei starker lokaler/regionaler Orientierung erfolgversprechend. Es sind Programme, die auf die Werte, Einstellungen und Traditionen der Bürger intensiv Bezug nehmen. Es gibt daher keine pauschal einsetzbaren Unversal-Interventionsprogramme, sondern diese sind je Aufgabe in Teilen neu zu bestimmen und zu gewichten - von Experten in Kooperation mit Entscheidern (Politikern), unternehmen, Verwaltung und Bürgergruppen.

Grundsätzlich gilt allerdings erfahrungsgemäß: Die "konservativen Umweltbewussten", Frauen (hier besonders: Mütter) und die sogenannten "Wertepluralisten" können grundsätzlich als besonders wichtige Zielgruppen mobilitätsbezogener Interventionen gelten.

Es ist ratsam, dass Interventionsprogramme mit Augenmaß und nur in enger Abstimmung zwischen Berater und Kommune bzw. Verkehrsunternehmen realisiert werden. Diese Programme sind in hohem Maße image- und prestigerelevant.

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Des Erfolges bitterer Beigeschmack: Mobilitäts-Kunden gewöhnen sich schnell an Verbesserungen und betrachten sie dann als selbstverständlich...