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Aspekte der Historie

Osaka, heute die drittgrößte Stadt Japans nach der Tokyo-Agglomeration und Yokohama, geht auf eine Palast-Gründung durch Kaiser Nintoku im Jahr 313 zurück. Besondere Bedeutung erhielt Osaka aber erst unter dem Soldatenführer Hideyoshi Toyotomi, der hier seine mächtige Burg erbaute und ansonsten in der Wahl seiner Mittel nicht gerade zimperlich war, wenn es galt, Kaufleute und Händler zur Ansiedelung in der Stadt zu bringen.

Die strategisch günstige Lage an den wichtigen Handelswegen Meer, Yodo-Fluß und Tokaido-Straße dürfte für die Standort-Entscheidung Hideyoshi's ausschlaggebend gewesen sein.

Der rege internationale Handel, vor allem mit Korea und China, bescherte Osaka stets einen Wissensvorsprung gegenüber den Siedlungen im Landesinneren. Diesen Vorteil nutzten die Bürger der Stadt konsequent, und als die amerikanische Kanonenboot-Diplomatie 1854 die Öffnung Japans erzwang, war Osaka bald der Standort der ersten Spinn-Fabrik, in der Import-Baumwolle aus den USA verarbeitetet wurde.

Die eigentliche Quelle des Reichtums der Stadt war allerdings lange Zeit der Reis- und Textilienhandel. Von Osaka aus wurden Importprodukte vor allem nach Tokyo (damals "Edo" genannt) weiterverkauft. Weiter brachte dann auch die stärkere Öffnung Japans in der Meijizeit (1867-1912) eine sehr rasche Industrialisierung.

Im zweiten Weltkrieg (dem "großen Pazifischen Krieg" aus japanischer Sicht) wurde Osaka durch Flächenbrände fast vollständig zerstört. Das Wahrzeichen der Stadt, die Burg des Hideyoshi Toyotomi, ist eine Rekunstruktionaus Stahl und Beton.

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