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Anmerkungen für Besucher...

Von Osaka-Namba (dem Vergügungsviertel an der **Osaka Loop Line) gelangt man zu Fuß bald in das *Shisaibashi-Viertel, das besonders gegen Abend voller vergnügter Menschen ist. Hier finden sich Pachinko und Computer-Spielhäuser, Nachtclubs und Discos, Cafes und Kinos. Der *Dotombori-Fluß, ein künstlich angelegter Kanal, gilt als modernes Zentrum des Vergnügungsviertels und ist ein bevorzugtes Fotomotiv. Die Wasserfläche wird nachts bunt angestrahlt und kleine Wasserfontänen erfreuen dann die Zuschauer.
Der nahegelegene *Hozenji-Tempel in der gepflasterten Sennichimae-Straße ist beliebt wegen seiner ruhigen Zurückgezogenheit. Weiße Lampions schmücken diesen moosbedeckten, sehr kleinen Tempel.

Vom Dotombori-Fluß aus führt eine 700m lange Einkaufs-Arkade nördlich nach Hommachi, dem Hotel-Viertel am Midosuji-Blvd, und schließlich nach einem weiteren Kilometer ins Viertel *Yodoyabashi, am Yodo-Fluß. Zweistündige Stadtrundfahrten per Schiff können an dieser Stelle begonnen werden. Das neue Rathaus (Central Public Hall) steht hier auf einer Insel im Wasser, zusammen mit der Alten Münze (Mint), die heute ein Münzmuseum beherbergt. Im Hintergrund dominiert eine mehrstöckige Stadtautobahn das Bild.

Yodoyabashi ist der Beginn der Keihan-Linie, und schon der zweite Bahnhof Kyobashi ist Ausgangspunkt für den Besuch des **Twin 21 Hochhaus-Zwillingspaares, die zu den höchsten Gebäude Osakas gehören. Von seiner Aussichtsplattform hat man einen recht schönen Blick über die Stadt.
Beim Blick über Osaka werden mit Sonnenuntergang die verbliebene Kanäle und Arme des Yodo-Flusses leuchtend sichtbar, das Wasser glitzert silbern und am Horizont wirft die Sonne ihre Strahlen auf die Wellen des Pazifik.
Zu den Füßen dieses zweitürmigen Wolkenkratzers liegt das *Osaka Castle, das alte Schloss von Osaka, das vom Heerführer Hideyoshi Toyomi im späten 16. Jahrhundert erbaut wurde. Die Bürger Osakas geben eher ungern zu, dass das 42 m hohe Schloss, das im Zentrum eines ausgedehnten Parkes steht, eigentlich eine Stahlbeton-Rekonstruktion aus dem Jahr 1931 ist. Das Orginal wurde von den Samurai des letzten Tokugawa-Shogun in Brand gesteckt (1868), um dei Burg nicht in die Hand der siegreichen Meiji-Truppen fallen zu lassen. Formgetreu wieder aufgebaut ist das Osaka Castle heute aber wieder das Wahrzeichen der Stadt. Im Burgfried gibt es ein kleines Museum, und im Park befindet sich das *Städtische Museum, das die Geschichte der Stadt Osaka dokumentiert.

Ab Kyobashi geht es mit einem Zug der **Osaka Loop-Line ins Viertel *Bentencho, das ein Freizeitzentrum modernster Prägung errichten ließ. Virtuelle Spielwelten japanischer Prägung stehen dem Besucher hier zur Verfügung, ebenso wie auch Schwimmhallen, Bowlinghallen und Cafes. Vom Hoch-Restaurant des Komplexes hat man erneut einen hervorragenden Blick, nun auf das ehemalige EXPO-Gelände und den großen Hafen in der Osaka Bay. Im Umfeld des EXPO-Geländes entstehen auf künstlichen Inseln neue Wolkenkratzer internationaler Konzerne, deren Konzeption und Design zu kontroversen Diskussionen durchaus Anlass gibt. Gut sichtbar sind aus der hohen Perspektive von Bentencho auch die breiten Bänder der Expressways Osakas, welche die Stadt wie einen Messer zu zerschneiden scheinen. Bei guter Sicht kann man bis zur gewaltigen Akashi Strait Bridge sehen, die Honshu mit Shikoku verbindet.

Direkt am Bahnhof Bentencho befindet sich noch ein nostalgisches, kleines *Transportmuseum.

Die Loop-Line führt zurück ins Zentrum, nach Umeda. Schon von weitem macht eine städtebauliche Dominante auf sich aufmerksam: Das ***Umeda Sky Bldg will moderne japanische Architektur repräsentieren. Das Hochhaus hat die Form eines kopfstehenden 'U', wurde auf einem ehemaligem Eisenbahngelände errichtet und überragt den ganzen Stadtteil. Das Dach des Umdea Sky Bldg. ist eine gute Aussichtsplattform. Im Erdgeschoss ist ein kleiner Garten im modernen Zen-Stil angelegt. Das aufwendige Gebäude ist für Dienstleistungsfirmen bestimmt, wegen der allgemeinen wirtschaftlichen Rezession können die geplanten hohen Mieten jedoch oft kaum verwirklicht werden.

Vor allem in den Restaurants und Coffeeshops in den oberen Etagen des Hankyu-Umeda Hochhauses kann man relativ preiswert speisen - bei weitem Blick über die Stadt Osaka bis zum Hafen und der Inlandsee.

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